Gedanken …

Menschen haben immer ein Ziel vor Augen. Sie wollen dies erreichen – das erreichen! Jeder Mensch hat am Ende seines Lebens ein buntes Sammelsurium an erreichten Zielen und an unerreichten Zielen – an Träumen, die starben mit der Zeit, weil es einfach immer etwas „Wichtigeres“ gab als das Wesentliche: Falsche Moralvorstellungen, oder die Norm der Gesellschaft.

Plötzlich erreichen wir kein Ziel, sondern den achtzigsten oder neunzigsten Geburtstag. Wir fragen uns, was wir verwirklichen konnten in unserem Leben. Wenn wir ehrgeizig waren, weisen wir eine Firma vor, einen kleinen Betrieb, oder einen bestimmten Titel – sind Diplom Ingenieur oder haben promoviert.
Oft verwechseln die Menschen Weisheit und Wissen. Was bringt uns Wissen ohne Weisheit – oder Weisheit ohne Wissen? Bedingen sich beide nicht im Wechsel?

Wenn wir andere Prioritäten hatten, als einen bestimmten Abschluss, oder Titel, haben wir vlt. viel Freude im Leben gehabt. Viele Partys gefeiert, sind Revoluzzer der Gesellschaft, oder sehen uns so … Bringt feiern Weisheit? – Auch nicht!

Also wo ist der Weg, der uns glücklich macht? Er liegt dazwischen. Der Weg zum Glück umspannt alles. Weisheit, Freude, Wissen und vor allem in einem: Bewusst leben – Ängste überwinden und neue Wege beschreiten – ein Stück weit mutig sein, aber trotzdem defensiv sein im Handeln und Denken.

Das liest sich ganz nett, aber ist es umsetzbar? – Ja, das ist es. Es ist der Weg zur Erleuchtung.
Und Erleuchtung liegt in kleinen Augenblicken, in Lichtblitzen der Seele.

Zurück zu den Zielen. Warum „wollen“ wir Menschen „dies“ und „das“? Immer wollen wir mehr erreichen und stecken uns immer höhere Ziele – aber der Mensch, der mit „Kleinigkeiten“ nicht zufrieden ist, wird mit „Großartigkeiten“ nicht zufrieden sein. Er wird mehr wollen. Immer und immer mehr. Raffgierig – nicht nur, was Materielles angeht -sondern auch, was Emotionales angeht. Und unser seelisches Sammelsurium wächst, es gleicht einer überfüllten Abstellkammer, oder einer vermüllten Wohnung – nur, dass sich eine seelische Abstellkammer nicht so leicht entrümpeln lässt.

Das Leben ist eine ewige Suche – eine Suche nach der Tiefe in unserer Seele. Wenn unser Bewusstsein stark genug ist und wir im Augenblick leben, haben wir am Ende unseres Lebens kein Sammelsurium an unerfüllten Träumen und Wünschen, sondern ein Sammelsurium an Augenblicken – Augenblicken, die uns glücklich machten und in denen wir ganz in der Gegenwart weilten.

Wenn ich meine Gedanken jetzt niederschreibe, bin ich weit entfernt vom Sein ganz bei mir – denn ich denke und wer denkt, kann nicht loslassen – das Wesentliche nicht genießen, denn beschreiben lässt es sich nicht.

be meditative!

In diesem Sinne,
eure Sly

~ von Sly Vossenkaul - Mai 28, 2010.

Eine Antwort to “Gedanken …”

  1. Sei du selbst und lasse deine Gedanken zu.

    Die viele psychische Ursachen für die Ruhelosigkeit des Menschen zeigen, dass die Unruhe nicht allein durch äussere Veränderungen verwandelt werden kann.
    Nur wer sich in aller Ruhe seiner Unruhe stellt, die Ursachen anschaut und nach Wegen sucht, um mit sich selbst in Einklang zu kommen, wird die Ruhe finden, nach der er sich sehnt.

    ♥ ♥ ♥

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